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Bad Iburg / Dörenberg

Zickzackweg - Hermannsturm - Kolbachquelle - Bennosteinbruch
 

Wanderweg / ca 8 km
Fotos: Februar 2012


Wanderparkplatz:
Wanderparkplatz "Am Sunderbach"

Adresse:
49170 Hagen am Teutoburger Wald
Iburger Straße
(nördlich von Bad Iburg)

Kartenempfehlung:
Wander- und Freizeitkarte Bad Iburg

Einkehrempfehlung:
Hotel Herrenrest
Teutoburger-Wald-Straße 110
49124 Georgsmarienhütte - Oesede

 
Start dieser Rundwanderung ist der Wanderparkplatz "Am Sunderbach" nördlich von Bad Iburg.
Die Wanderung führt uns hauptsächlich durch Nadelwald hinauf auf den Gipfel des Dörenbergs. Dieser Berg gehört zum Teutoburger Wald und ist 331,2 m ü. NN hoch. Die Wege sind auch nach Regentagen noch gut zu begehen. Selbst wenn die hervorragenden Aussichtsmöglichkeiten aus Wettergründen nicht so recht genutzt werden können, diese Wanderung bleibt äußerst reizvoll.
 
bad iburg feuersalamander im februar
 

Bereits nach wenigen Schritten erfreut uns eine seltene Begegnung. Wir treffen mitten im Februar tagsüber auf einen Feuersalamander. Offensichtlich akzeptiert er den Nadelwald wegen des sauberen Quellwassers des in der Nähe entspringenden Baches, der in den Sundermannbach mündet.
Ein Bericht über diese Begegnung wurde auch in den Osnabrücker Nachrichten (ON) unter der Überschrift "Ein natürlich schönes Kostüm" veröffentlicht. Da der Artikel inzwischen nicht mehr im Netz verfügbar ist, im folgenden der Text:

 
Ein natürlich schönes Kostüm
Feuersalamander am Dörenberg


Karneval - die Zeit der Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und Narretei. Zeit für farbenfrohe Kostüme, Zeit für Karnevals- und andere Präsidenten. Warum also sollte sich nicht auch das Tierreich dieser verrückten fünften Jahreszeit anpassen? Ein Feuersalamander, äußerst attraktiv gekleidet, kreuzte gestern unseren Weg. Der eigentlich nachtaktive Lurch machte kurz entschlossen den Tag zur Nacht und machte uns klar, dass es sich nicht nur im Mischwald, sondern auch im Nadelwald leben lässt.

Und die Kälte? Er hatte offensichtlich schon Frühlingsgefühle, die wir nicht so ganz teilen konnten. Denn kurz nach unserer Begegnung begann Frau Holle ihre Betten zu schütteln. Der Dörenberg wurde in ein hauchdünnes weißes Fastnachtskleid gehüllt.

Das erste Mal in meinem Leben, dass ich „Lurchi“ nicht im Laden beim Schuhkauf traf, sondern er mir in Natura beim Wandern ganz unerwartet fast über die Stiefel stolperte.
Ich hatte ihn mir immer kleiner vorgestellt und nie gedacht, dass er sich ohne weiteres mit einem großen Tannenzapfen messen lassen kann. Über 20 Jahre werden die Feuersalamander in freier Wildbahn, im Terrarium können sie sogar über 50 Jahre alt werden. Kein Feuersalamander gleicht dem anderen, jeder trägt sein eigenes einzigartiges unverkennbares Designergewand. Nach der Häutung leuchten die Farben am intensivsten.
Ob unser „Lurchi“ gerade sein altes Kleid gegen dies strahlende Karnevalskostüm getauscht hatte? Wer weiß.  

Für mich war es jedenfalls das schönste Erlebnis dieser Karnevalstage.
 
Bad Iburg / Zickzackweg - Fliegergedenkstein
 
Ein wurzeldurchsetzter idyllischer Pfad, der Zickzackweg, führt uns hinauf auf den Dörenberg, vorbei an einer Gedenktafel anlässlich eines Flugzeugabsturzes an dieser Stelle im Jahre 1962.
 
Bad Iburg / Karlsplatz - Funkturm - Hermannsturm - Vermessungsstein des Königreichs Hannover
 

Schließlich ist der Karlsplatz erreicht - ein Kreuzungspunkt etlicher Wanderwege. Benannt wurde er nach dem Frankenkönig Karl dem Großen (747 - 814 n. Chr.), der die von Widukind angeführten Sachsen unterwarf und christianisierte. 800 n. Chr. wurde Karl der Große zum Kaiser gekrönt.

Weiter geht es auf dem Kammweg - am Funkturm der Bundeswehr vorbei - bis zum Aussichtsturm auf dem Gipfel des Dörenbergs, dem 21m hohen Hermannsturm. Dieser wurde 1975 aus Stahlbeton gebaut und ersetzte damit den 1898 errichteten "eisernen Hermann". Sein Name führt uns ins Jahr 9 nach Chr. zurück, in dem der germanische Heerführer Arminius ("Hermann") in der Schlacht am Teutoburger Wald die Truppen des römischen Feldherrn Varus besiegte.

Direkt neben dem Hermannsturm steht ein Trigonometrischer Vermessungsstein des Königreichs Hannover von 1830. Die Vermessung wurde von dem allseits bekannten Mathematiker Carl Friedrich Gauß geleitet und auf dem Dörenberg von seinem Sohn durchgeführt. Dadurch sollte eine Grundlage für die Grundsteuererhebung geschaffen werden.
Den Turm bestiegen haben wir heute nicht - die Sicht war einfach nicht gut genug. Ayla zeigte ohnehin wesentlich mehr Interesse an den leckeren Stullen der Wanderer, die in der Hütte rasteten. Nach einem netten Schwätzchen ging es auf dem Kammweg weiter.

 
Bad Iburg / Ausblicke vom Dörenberg
 
Sachsenweg und Almweg führen dann wieder bergabwärts mit schönen Blicken auf Bad Iburg und das Iburger Schloss - heute allerdings im Dunst gelegen.
 
Bad Iburg / Kohlbachquelle
 

Es ist noch Winter. Wir freuen uns, dass wir uns heute für diese Wanderung entschieden haben. Der Dörenberg liegt hoch genug, so dass wir den Niederschlag als Schnee genießen dürfen und nicht als kalten Regen.
So geht es nicht auf direktem Weg zum Parkplatz zurück, sondern wir entschließen uns noch für einen Schlenker zur Kolbachquelle und zum Bennosteinbruch.

Die Kohlbachquelle ist die erste Quelle Bad Iburgs, aus der das Wasser über eine Wasserleitung (aus durchbohrten Erlenholzstämmen) weitergeleitet wurde (1518). Angeblich soll es sich um die älteste Wasserleitung Norddeutschlands handeln. Zuvor musste das Wasser mühselig mit Karren auf den Schlossberg ins Kloster geschafft werden. (Quelle: Geschichte der Wasserversorgung Bad Iburgs)
Die alte Quellfassung ist immer noch zu sehen und das Wasser der Kolbachquelle ist auch heute noch ein Bestandteil der Bad Iburger Wasserversorgung.

 
Bad Iburg - Bennosteinbruch
 

Nicht weit entfernt von der Quelle gibt es ein weiteres historisches Relikt, den Benno-Steinbruch.
Mittels einer grünen Schrifttafel wird auf den Steinbruch hingewiesen und informiert. Hier wurde Osning-Sandstein abgebaut, der vor rund 120 Millionen Jahren als küstennahe Meeresablagerung entstanden ist. Erschlossen wurde der Steinbruch von Bischof Benno II (1021 - 1088) mit Hilfe seiner Mönche für das Iburger Kloster und für Befestigungsbauten. Auch für weitere Bauten in Bad Iburg (z.B. St. Nikolaus Kirche) und näherer Umgebung fanden Steine aus diesem Bruch Verwendung.
Inzwischen hat die Natur den Steinbruch wieder zurückerobert, er ist aber in seiner Anlage noch klar zu erkennen und besonders jetzt im Winter - ohne die belaubten Bäume - sind auch die massiven Felswände gut sichtbar.

 


 
 
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